Geschichte

Die Geschichte unseres Vereins

Über die Gründung des Gesangvereins "Liedertafel" sind keine Aufzeichnungen vorhanden. Der erste Bericht von einer Mitgliederversammlung stammt vom 5. Mai 1921. Seit dieser Zeit lässt sich die Vereinsgeschichte aus den vorhandenen Protokollbüchern ununterbrochen nachweisen.
Die ältesten Mitglieder des Vereins konnten aber bestätigen, dass der Verein im Herbst des Jahres 1919 ins Leben gerufen wurde. Diese Gründungsmitglieder waren: Peter Dotterweich, Georg Dorscht, August Dorscht, Johann Neundörfer, Michael Behr, Johann Schumm Otto, Uzelino Heinrich, Ohland Johann, Günthner, Johann Behr

 

Der Verein nahm die Pflege des deutschen Liedes sehr ernst. Schon 1921 gab er auch den Frauen die Möglichkeit, die aktive Mitgliedschaft zu erwerben und bei einem Gartenfest im gleichen Jahre sangen bereits der Männerchor und ein gemischter Chor. Nach der Zwangspause, die der Zweite Weltkrieg dem Verein brachte, trat bei dem Gruppensingen am 22.7.1951 in Melkendorf erstmals ein Frauenchor mit dem Lied "Melkendorfer Heimat" an die Öffentlichkeit. Der Verein nahm während seines 50jahrigen Bestehens an vielen Sängerfesten und Wertungssingen teil und konnte dabei zahlreiche und wertvolle Preise erringen. Diese Erfolge verdankt der Verein der akribischen  Kleinarbeit seiner Chorleiter.
Diese waren: Hauptlehrer Leo Bittel von 1919 - 1932, Lehrer Ferdinand Veit von 1932 - 1935, Hauptlehrer Ludwig Merkel von 1948-1951, Franz Seuling aus Bamberg von 1951-1964. Oberlehrer Luitpold Berthold aus Zeegendorf. Gegenwärtig Iiegt die Leitung des Chores in den Händen von Anastasia Bayer.
Im Jahre 1930 feierte der Verein seine Fahnenweihe, Patenverein war der Gesangverein "Liederkranz Bamberg“. (heute Oratorienchor Bamberg)

Neben dem Gesang pflegte die "Liedertafel" auch das Laienspiel. Es ist selten ein Jahr vergangen, in dem der Verein seine Mitglieder und die Dorfbewohner nicht mit einer oder mehreren Theateraufführungen erfreute. Diese künstlerischen Leistungen lockten auch viele Besucher aus den umliegenden Ortschaften an. Ein Höhepunkt im Theaterspiel war eine "Freischütz"-Aufführung im Jahre 1950.

Der Höhepunkt in der Geschichte des Vereins war die Errichtung des Ehrenmals auf dem "Hahn" und dessen Weihe am 26. Juli 1953, verbunden mit einem Kreissängerfest des Obermainkreises. Der Opfermut der Melkendorfer Sänger und ihres Chorleiters ließ dieses große Werk gelingen.

Die "Liedertafel" konnte diese Leistungen nur deswegen vollbringen, weil die Mitglieder stets tatkräftige Männer an die Spitze stellten.